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Wasserdienst ohne See

Der Wasserdienst ohne See: Das ist vielleicht für manchen nicht zu verstehen! Wenn man jedoch das Gebiet von Schladming bis Schoberpass und Bad Mitterndorf bis Wildalpen mit Enns und den ganzen Staustufen der Kraftwerksbetreiber betrachtet, ist dies wohl das größte Einsatzgebiet eines Wasserdienststützpunktes der Steiermark.

Die Mannschaft

Grundsätzlich gibt es bei uns in der Feuerwehr keine Abgrenzung zwischen „normalen Feuerwehrlern“ und dem Wasserdienst. Es gibt allerdings spezielle Ausbildungen in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring, die absolviert werden müssen, bevor man spezifischen Aufgaben innerhalb des Wasserdienstes nachgehen kann.
Grundsätzlich geht es hier in zwei Richtungen: Schiffsführer und Taucher.
Beide Ausbildungszweige sind relativ Zeitintensiv.

Die Tauchausbildung ist noch um einiges länger. Nach den ersten Beiden Lehrgängen, bei denen hauptsächlich im Apnoe Bereich, also ohne zusätzliche Luft aus der Pressluftflasche, gearbeitet wird, geht es weiter zum „Taucher 1“. Danach ist man zwar „Feuerwehreinsatztaucher“, die Weiterbildungsmöglichkeiten sind aber noch lange nicht zu Ende. Größere Tiefen, sowie Tauchgänge mit dem Trockenanzug, sind wieder Bestandteil von gesonderten Lehrgängen.

Der Umfang der Wasserdienst-Kurse in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule spricht zwar für eine fundierte Ausbildung, schreckt aber auch viele ab diesen Weg einzuschlagen.
Trotzdem sind in Rottenmann im Moment 16 fertig ausgebildete Schiffsführer, sowie sechs Taucher mit verschiedenen Ausbildungsgraden aktiv.

Fahrzeuge

Zum Fuhrpark der Feuerwehr Rottenmann zählt ein Wasserdienstfahrzeug (kurz WDF), dieses Fahrzeug wurde in Zusammenarbeit mit der Fa. Pucher entwickelt, mit diesem Fahrzeug ist es uns möglich einen Taucheinsatz an nahezu jedem Gewässer mit Straßenanbindung durchzuführen, da sich die Taucher unabhängig von der Witterung im Fahrzeuginneren für den Einsatz fertig machen können. Die Feuerwehr Rottenmann besitzt auch ein Schlauchboot der Fa. Valiant. Einsätze auf der Enns aber auch auf allen anderen Gewässern können mit diesem Boot durchgeführt werden. Seit 2019 verfügen wir über ein Kunststoffboot der Marke Whaly, damit können Einsätze sehr viel flexibler gestaltet werden, da dieses Boot mit 105kg überall ins Wasser gelassen werden kann. Dieses Boot wird aber auch verwendet wenn die Enns im Sommer aufgrund des niedrigen Wasserstandes mit dem Schlauchboot nicht befahren werden kann.

Einsätze und Übungen

Die Typischen Einsätze des Wasserdienstes in der Feuerwehr sind Suchaktionen, sowie verschiedene Hilfeleistungen, wie z.B. Sicherungsdienste.

Suchaktionen auf dem Wasser zeigen Sich immer sehr abwechslungsreich und spektakulär. Nicht selten werden, neben Booten und Tauchern, auch Hubschrauber und Drohnen eingesetzt.

Da Einsätze rund ums Wasser meistens mit schwierigen Gegebenheiten verbunden sind übt der Wasserdienst in regelmäßigen Abständen jegliche Szenarien. So werden im Winter Eisübungen am Gaishorner See und am Löschteich der IRIT-Halle und im Sommer Bootsübungen auf der Enns und am Grundlsee durchgeführt. Tauchübungen werden im Grundlsee fast ganzjährlich durchgeführt, unabhängig von der Wetterlage. Voriges Jahr wurde die Feuerwehr Rottenmann mit der Durchführung der Bereichswasserdienst-Übung beauftragt, diese führten wir erfolgreich in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hieflau im Staubereich Landl an der Enns in Hieflau durch.
Als Jahresabschluss führt der Wasserdienst mit dem Boot und den Tauchern alljährlich das Christbaum versenken am Grundlsee durch.

Wenn alle Einsätze, Übungen. Weiterbildungen und Wartungsarbeiten im Bereich Wasserdienst zusammengezählt werden, kommt man im Jahr 2019 auf 1515 Stunden die mit 283 Mitgliedern durchgeführt wurden.

Ich hoffe es war ein interessanter Einblick in das Thema Wasserdienst und verbleibe mit kameradschaftlichen Grüßen

LM dF Christoph Grogger

Beauftragter Wasserdienst

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